- SEO-Pilotprojekt für Haupt-Sprache bzw. Haupt-Land aus Unternehmenssicht, das im Erfolgsfall auf die anderen Länderseiten angewandt werden kann
- Länderübergreifende SEO-Strategie von Projektbeginn an
Inhaltsverzeichnis
Welche Suchmaschine hat den größten Marktanteil?
Bevor ein konkreter SEO-Maßnahmenkatalog erstellt wird, ist es wichtig, die Suchmaschinenmarktanteile der Länder zu kennen, in denen ihr eine Website zur Verfügung stellen möchtet. Denn die einzelnen Anforderungen können je nach Suchmaschine variieren. Spätestens, wenn ihr eine Website für den russischen oder chinesischen Markt aufsetzt, werdet ihr feststellen, dass Google nicht in jedem Land den Hut auf hat. Da ist es von großem Vorteil, sich über die marktspezifisch vorherrschende Suchmaschine wie Yandex, Baidu und Co im Vorfeld zu informieren. Je nach Suchmaschine kommt es hier auf unterschiedliche Faktoren an, die für eine Website wichtig sind. Der schlimmste Fehler, der euch passieren kann, ist, dass genau der Bot der wichtigsten Suchmaschine für eure Website blockiert wird und sie nicht indexiert werden kann oder, dass aufgrund des Nicht-Einhaltens von Regularien die Website aus dem Index der Suchmaschine ausgeschlossen wird.Die Wahl des Domain-Konzepts
Habt ihr die Suchmaschinen-Info parat, ist der nächste wichtige Schritt das richtige Domain-Konzept auszuwählen, denn davon ist letztendlich die technische Umsetzung der Website abhängig. Dabei sollten die Domains immer am Zielland ausgerichtet werden, nicht nach der Sprache. Denn auch die Suchergebnisse werden nach Land ausgespielt. Folgende Domain-Konzepte sind möglich:- Eine Top-Level-Domain pro Land (z. B. www.site.de)
- Eine Subdomain pro Land (z. B. de.site.com)
- Eine globale Domain mit Unterverzeichnissen pro Land (z. B. www.site.com/de)
hreflang: Sprachliche Ausrichtung & Auszeichnung
Ist ein Domain-Konzept festgelegt, folgt einer der wichtigsten Parts für die richtige Auffindbarkeit: Die sprachliche Ausrichtung und Auszeichnung einer jeden Website. Zunächst müsst ihr festlegen, in welcher Sprache eine Seite in einem bestimmten Land ausgespielt werden soll. Während in Deutschland Deutsch als Sprache vollkommen ausreicht, werden in Ländern wie der Schweiz oder den Benelux-Ländern mehrere Sprachen von den Nutzern verwendet. Dementsprechend kann es in solchen Ländern unter Umständen sinnvoll sein, mehrere Sprach-Land-Versionen für mehrsprachige Inhalte zu verwenden. Dabei ist nicht nur die Gefahr groß, dass die „falschen“ Seiten in den Suchergebnissen erscheinen, sondern auch, dass Duplicate Content entsteht. Gerade bei sehr großen Seiten werden die Inhalte oftmals eins zu eins übersetzt. (Mehr zur Erstellung von Inhalten für internationale Websites) Dem sollte von vornherein mit der richtigen sprachlichen Auszeichnung entgegengewirkt werden, indem für jede Land- oder Sprach-Landversion die entsprechenden hreflang-Tags eingesetzt werden. Ob über eine XML-Sitemap oder direkt im <head> Bereich des HTML-Textes einer jeden Unterseite: Nur mit der vollständigen Einbindung aller hreflang-Tags kann gewährleistet werden, dass die Suchergebnisse in der passenden Sprache für den jeweiligen Nutzer angeboten werden. Ein Nutzer in Deutschland sollte optimaler Weise auch die DE-Seite des Unternehmens angezeigt bekommen und nicht z.B. die AT-Version. Bei Ländern mit nur einer Sprach-Version reicht es aus, die Sprache auszuzeichnen, z. B. „de“ für Deutschland. <link rel=“alternate“ hreflang=“de“ href=“http://www.site.com/de/“ /> Anders bei Ländern mit mehreren Sprach-Land-Versionen: Hier sollte auch immer das Land/die Region mit ausgezeichnet werden, z. B. „de-CH“ und „fr-CH“ für Schweiz. <link rel=“alternate“ hreflang=“de-CH“ href=“http://www.site.com/ch-de/“ /> <link rel=“alternate“ hreflang=“fr-CH“ href=“http://www.site.com/ch-fr/“ /> Für die hreflang-Tags ist es wichtig, dass diese für alle Seiten konsequent umgesetzt werden und auch immer eine Selbstreferenz auf die ausgezeichnete Seite beinhalten. Sollte es Seiten geben, die nicht dem Raster entsprechend ausgezeichnet werden oder die als Ziel-Link im Tag eine andere URL hinterlegt haben, als die anderen ausgezeichneten Seiten, so wird der Crawler diesen Anweisungen aufgrund der Inkonsistenz der Angaben nicht folgen. Dadurch kann es bei mehrsprachigen Websites zu Problemen in der Ausspielung der Sprachen oder schlimmstenfalls auch zu Duplicate Content Problemen auf der Domain kommen. Außerdem besteht die Möglichkeit bei der Auszeichnung mit hreflang-Tags auch ein „x-default“ zu verwenden. Dieses Tag wird dann genutzt, wenn wir eine Sprachversion angeben möchten, die verwendet werden soll, wenn es keine passende andere ausgezeichnete Sprachversion gibt. Nehmen wir einmal an, eine Website ist auf Deutsch, Englisch und Französisch verfügbar. Nun wird sie aber von einem Nutzer aus Polen gefunden und aufgerufen. Hier stellt sich die Frage, welche Sprachversion dem Nutzer präsentiert wird. Mithilfe des <hreflang="x-default" /> wird eine Sprachversion angegeben, die genau in solchen Fällen verwendet werden soll. Meist bietet sich hier die englische Version an, da diese Sprache von vielen Nutzer gesprochen und verstanden wird. In unserem Blogartikel Tipps zur Erstellung und Einbindung von hreflang-Tags findet ihr weitere hilfereiche Tipps und Praxisbeispiele zur Einbindung von hreflang. Weitere Ausführliche Informationen zur richtigen hreflang-Auszeichnung gibt es im hreflang Guide von Sistrix. Zusätzlich zu den hreflang-Tags solltet ihr auch die „Internationale Ausrichtung“ in der Google Search Console nutzen. Damit könnt ihr Google signalisieren, in welchem Land welche Webseite gefunden werden soll. Auch hier ist das Domain-Konzept entscheidend. Denn bei Top-Level-Domains oder Subdomains orientiert sich Google zuallererst an den Länder-Kürzeln und legt automatisch das Land fest, z. B. ist dann in der Search Console „Deutschland“ für .de eingetragen. Bei globalen Domains mit Unterverzeichnissen überlässt Google es dem Webseitenbetreibenden selbst, das Land festzulegen. Ist die Domain nämlich eine .com und soll das de-Verzeichnis nur in Deutschland gefunden werden, kann dies in der Search Console so festgelegt werden. Soll diese Domain auch in Österreich und der Schweiz gefunden werden, lasst ihr das Häkchen entsprechend weg.
Internationale Ausrichtung in der Search Console-Ausrichtung
Regelmäßige Qualitätskontrolle der technischen Umsetzung
Steht einer Indexierung der Webseiten nichts mehr im Wege, sind gerade bei großen Webseiten ein Monitoring und regelmäßiger Check der technischen Punkte unabdingbar. Statt sich auf eigene Stichproben zu verlassen, sollten grundsätzlich die angebotenen Tools der Suchmaschinen also z.B. die Google Webmaster Tools oder Yandex.Webmaster verwendet werden. Jede Domain bzw. Sprach-Land-Version sollte einzeln in den Tools hinzugefügt werden, um technische Fehler schnellstmöglich beheben zu können, denn gerade Indexierungs-, hreflang- oder Crawling-Fehler können je nach Domain unterschiedliche Ausmaße annehmen und ein wichtiger Indikator für die Suchmaschinenfreundlichkeit jeder einzelnen Domain sein. Dazu gehören auch individuelle Sitemaps und Linkanalysen, die einem viel Arbeit ersparen, wenn sie pro Land erstellt werden.
Internationale Verzeichnisse in der Google Search Console
Inhalte für internationale Websites
Neben dem passenden Domainkonzept und der technischen Aufbereitung der Seite sowie der Auszeichnung von Inhalten, sind auch die Inhalte selbst ein wichtiger Faktor auf einer internationalen Website. Behaltet bei der Inhaltsplanung und -Erstellung immer den Nutzer und den Zielmarkt im Blick. Oftmals reicht ein bloßes Übersetzen der vorhandenen Inhalte nicht aus und der Websitebetreiber muss sich genauer mit dem Zielmarkt auseinandersetzen:- Welche Themen sind für die Nutzer pro Land wichtig?
- Wie suchen die Nutzer im Zielmarkt und welche Keywords sind hier relevant?
- Keyword- und Themenanalyse, um wichtige Inhalte aufzuzeigen
- Überlegungen zur Struktur von Inhalten und Aufbereitung von Themen
- Eigene Content-Strategie pro Land
- Nutzerzentrierte Erstellung von Inhalten pro Land
Internationales Linkbuilding
Auch das Linkbuilding sollte im Rahmen der SEO-Maßnahmen für internationale Websites berücksichtigt werden. Neben gutem Content ist auch der Aufbau relevanter und passender Backlinks wichtig. Prüft im internationalen Umfeld, welche Portale und Links besonders wertig sind. Entwerft für jedes Land eine eigene Linkbuilding-Strategie auf Basis der vorhandenen Inhalte. So baut ihr langfristig länderspezifische Backlinks auf. Dabei ist es wichtig, die Qualität der Backlinks stets im Auge zu behalten und zu bearbeiten: Entfernt schadhafter Spamlinks, ersetzt Broken Backlinks oder leitet sie weiter. An der ein oder anderen Stelle könnt ihr hier aber auch Ressourcen schonend arbeiten. Für Suchmaschinen wie das chinesische Baidu spielen Backlinks in der Bewertung von Websites eher eine untergeordnete Rolle, während sie für Suchmaschinen wie Google ein wesentlicher Qualitätsfaktor sind. So könnt ihr je nach Ausrichtung oder Land in Kombination mit der vorherrschenden Suchmaschine eine individuelle Strategie für den Aufbau von Backlinks entwickeln, die zum Zielmarkt passt.Regelmäßige Qualitätskontrolle
Steht einer Indexierung der Webseiten nichts mehr im Wege, sind gerade bei großen Webseiten ein Monitoring und regelmäßiger Check der technischen Punkte unabdingbar. Statt sich auf eigene Stichproben zu verlassen, solltet ihr grundsätzlich die angebotenen Tools der Suchmaschinen also z.B. die Google Search Console oder Yandex-Webmaster verwenden. Diese Tools bieten die Möglichkeit Crawling und Indexierung der eigenen Seiten zu prüfen und im Blick zu behalten. Sollten euch hier Unregelmäßigkeiten oder Probleme auffallen, könnt ihr entsprechende Gegenmaßnahmen einleiten. Jede Domain bzw. Sprach-Land-Version sollte einzeln in den Tools hinzugefügt werden, um technische Fehler schnellstmöglich beheben zu können. Denn gerade Indexierungs-, hreflang- oder Crawling-Fehler können je nach Domain unterschiedliche Ausmaße annehmen und ein wichtiger Indikator für die Suchmaschinenfreundlichkeit jeder einzelnen Domain sein. Dazu gehören auch individuelle Sitemaps und Linkanalysen, die einem viel Arbeit ersparen und Übersichtlichkeit gewähren, wenn sie pro Land erstellt werden.Fazit
Um eine einwandfreie Indexierung und nutzerrelevante Auffindbarkeit in Suchmaschinen gewährleisten zu können, sollten stets folgende Punkte bei der internationalen SEO-Strategie mit eingeplant werden:- Umsetzung der technischen Anforderungen aus Sicht der wichtigsten Suchmaschinen der Länder, in denen man sich positionieren möchte
- Richtiges Domain-Konzept aus Sicht der Unternehmensgröße und -bekanntheit
- Vollständige sprachliche Ausrichtung und Auszeichnung aller Land- und/oder Sprach-Land-Versionen
- Ausrichtung der Inhalte auf den Zielmarkt und Erstellung passender Inhalte
- Berücksichtigung einer Backlink-Strategie je nach Land
- Rechtzeitige und individuelle Anmeldung aller Land- und/oder Sprach-Land-Versionen bei den Tools zur regelmäßigen Kontrolle der Umsetzung







